Bohnen zählen

Kennst du schon die Geschichte vom Conte, der jeden Tag mit einer Handvoll Bohnen aus dem Haus ging?

 

In Italien lebte ein Graf, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer par excellence war. Er verließ niemals  das Haus, ohne eine Hand voll Bohnen einzustecken. Er tat dies, um die schönen Momente des Tages bewusst wahrzunehmen und sie besser zählen zu können. Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte - zum Beispiel einen fröhlichen Plausch auf der Straße, das Lachen einer Frau, ein Glas guten Weines – für alles, was die Sinne erfreut, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Abends saß er zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche, er zelebrierte diese Minuten förmlich. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war, und freute sich. Sogar wenn er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen – es hatte sich zu leben gelohnt.

 

Diese Geschichte ist aus dem Buch „Glückstagebuch“ von Utho Creusen und Nina-Ric Eschemann erschienen beim  Coppenrath-Verlag. In diesem Tagebuch ist Platz um etwas mehr als drei Monate lang, jeden Tag drei Glücksmomente zu notieren. Jeden Abend vor dem Einschlafen nimmt man sich kurz die Zeit, um innezuhalten und sich an das Positive des Tages zu erinnern. So kann man mit guten Gedanken und Gefühlen einschlafen. Mit der Zeit verschiebt sich der eigene Blickwinkel zum Positiven und die eigene Zufriedenheit wächst. Im Buch finden sich außer der Geschichte vom Conte auch noch andere Denkanstöße in Form von Geschichten, Zitaten und Sprichwörtern.

 

Ich habe es ausprobiert. Bei mir hat es gewirkt.

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